Mit rotwangigen Schiffen auf Meeren des Wissens

Allgemein, Hick-up

Ein Reisender bin ich an der Woche Ende gewesen, Basel die Stadt verlassend, die Betürmte, OLYMPUS DIGITAL CAMERAum an die Gestade des Atlantiks zu fliegen, des golden beschienenen. Schwer fiel mir da, für diesen meinen Hick-up die Taten der neues Wissen Schaffenden zu verfolgen, strebsamer Frauen und Männer. Nahm mir ins Gepäck die Geräte zu empfangen die Neuigkeiten, die weltumspannenden. Packte mir ein die Bücher, die dicken, aus des Labyrinths Regalen in des einst von 440px-hans_holbein_d-_j-_046Erasmus des Rotterdamers an warmem Ofen bewohnten Hause. Erstand mir neue im Palast der geflügelten Gefährte in Kloten. Etwa jenes von Lisa Randall, der Kosmologin, das versprach, mir Neues zu künden von dunkler Materie und Dinos und die Zusammenhänge von allem zu zeigen, die göttlichen. Die dunkel Rätsel mir sind und vielen. Hatte mir in den Sack am Rücken gepackt die neusten Nummern der Zeitschriften, der bunten. Von der elektrobeflügelten Botin der Post erst kürzlich gelegt mir vor die Haustür.

Las davon, wie das der Schwere Wellen messende Ligo in der fernen Neuen Welt noch einmal seiner Empfindsamkeit Schärfe gesteigert und dachte an Werner des Ballmers Sohn Stefan aus Magden, der als erster die Signale gesehen und richtig gedeutet ( baz_20160212_BallmerLigo). Erfuhr von den tausend inneren Uhren im Körper, den tickenden, und von einer Invasion der Regenwürmer  in den Wäldern Nordamerikas, wie sie die Ordnung des Hauses stören. Sah auf meinem nach dem milchigen Strom der Sterne getauften Geräte, dem weit sprechenden mit der Welt verbundenen, dass Hunderte neuer Botschaften aus der Sphäre des Wissens zu lesen wären. Wischte mich durch die Flut der Neuigkeiten und sah mich im Netz um, dem erdumspannenden. Erfuhr, dass die AstraZeneca, unter die zehn grössten Riesen der Pharma gezählt, zwei mal tausend mal tausend Genome zu lesen plant, die Baupläne von Menschen. Vereint mit Craig Venter, dem Meere befahrenden, von jeher bestrebten, die Buchstaben des Lebens zu sammeln. Sah in der Zeitschrift den grün und golden schimmernden Panzer eines Sternotomis, des

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Sternotomis

Juwels unter den Bockkäfern, und des edlen Carabus elysii8700653976_f8f1c0deeb_b. dachte an die wertvollen Käferschätze in Basels der Natur gewidmetem Museum mit Sorge, weil die Schar der Käferkundigen schmilzt wie der Schnee in der Sonne.

Griff erschlagen von der Überzahl der möglichen Themen zu des Physikers John Freely Erzählung, wie er auf des listenreichen Helden Odysseus‘ Spuren

„Zurückp_801b7c97cf nach Ithaka“ reiste durchs Mittelmeer, die schönen Verse des blinden Dichters von Chios zitierend. Homers, homer_british_museumdes alten, der uns geplagt in der Schule und erfreut nun im Alter. Hörte von Zeus, dem dunkelwolkigen, dass er erst fünfzehn Jahrhunderte vor Beginn unserer Zeit nach Hellas gekommen war, um heute mit all seinen Geliebten und Gezeugten nur noch zwischen Buchdeckeln ein Leben auf Zeit zu fristen. Las von rotwangigen Schiffen und schwarzen, von in Leinen und schimmernde Bronze gepanzerten Helden. Hörte von Ioniern, die ihr Gewand am Boden nachschleppen und vom Pferdeherrn Nestor und seinen Männern in bauchigen Schiffen, die weit nach hinten sich strecken und schlagen mit Ruderblättern das Salzwasser. Las wieder vom schlimmen Los des Sysiphos

logo1und seinem vergeblichen Kampf mit dem schamlosen Felsen. Hörte toben die Waffen in einem Krieg, in dem es allein darum ging, die Schmach des Menelaos zu tilgen, dessen Helena mit Paris dem Troer durchgebrannt war. Ehrfurcht gebietend ähnlich war sie im Gesicht den unsterblichen Göttern. Genug Grund, dass die Männer sich jahrelang schlugen. Denn helfen wollten sie Menelaos, seine Schöne zurück zu holen. Am meisten drängte es ihn im Innern Rache für die Erregung und das Stöhnen der Helena zu nehmen. Solches und mehr also las ich und beschloss zu schreiben einen Hick-up in ähnlichem Tone. Von allem und keinem.

Als Hick-up am 3. Mai 2016 in der Basler Zeitung veröffentlicht.

2 Gedanken zu “Mit rotwangigen Schiffen auf Meeren des Wissens

  1. Da musst Du schon in die Luft, mit dem rotwangigen Schiff der SWISS und der Rundblick wird gewaltig. Das beschriebene Labyrinth ist bezogen auf eine Buchhandlung in Basel und von Erasmus am Rheinknie geht es zur Genomik mit Crain Center oder noch verrückter zu den Gravitationswellen mit Stefan Ballmer. Wer kann hier noch folgen? Am ehesten Homer:
    Harre nur aus, mein Herz, schon Schlimmeres hast du erduldet!
    Der Schluss tönt wie ein Diät-Vorschlag: Von allem etwas, von keinem zuviel.

    Liken

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